Islandpferde
Islandpferde sind aufgrund ihres Charakters und ihrer Grösse ideale Familienpferde.
Geschichte des Islandpferdes
Das Islandpferd stammt wahrscheinlich vom nordeuropäischen Waldpony und vom Keltischen Pony ab.
Island wurde ursprünglich von zwei norwegischen Häuptlingen namens Inolfur und Leifur besiedelt, die 871 n. Chr. mit ihrem Vieh und ihren Pferden dortin übersiedelten. Weitere Siedler aus Norwegen und von den westlichen britischen Inseln brachten ebenfalls Vieh und Pferde mit, sodass das Islandpferd entstand.
Das Islandpferd nimmt eine besondere Stellung undter den modernen Rassen ein, da es mehr als 800 Jahre lang von äusseren Einflüssen unberührt blieb und daher eine der reinsten existierenden Rassen darstellt. Vor etwa 900 Jahren wurden Einkreuzungen mit orientalischem Blut vorgenommen, die derartig katastrophale Auswirkungen auf die Rasse hatten, dass ein Gesetz erlassen wurde, welches den Import fremder PFerderassen verbot. Dieses Gesetz hat auch heute noch Gültigkeit, un kein exportiertes Islandpferd darf in das Land zurückkehren.
Islandpferde heute
Islandpferde spielen eine zentrale Rolle im Leben der Isländer und werden seit Jahrhunderten von der einheimischen Bevölkerung in Ehren gehalten. Viele Jahre lang stellte es das einzige Transportmittel dar, und auch heute noch wird es häufig eingesetzt, um unwegsames Gelände zu durchqueren, das für Motorfahrzeuge nichg geeignet ist. Das Islandpony hatte schon immer eine grosse Bedeutung für das Leben auf Island und wird seit jeher für die Bestellung des Landes, zum Transportieren von Waren und als Reittier werwendet. Seine Beliebtheit als Turnierpferd hat in den letzten Jahren ebenfalls stark zugenommen. Es gibt verschiedene Typen von Islandpferden, die für bestimmte Zwecke entwickelt wurden. Innerhalb der Rasse gibt es schwere Ponys, die eher als Zugtiere geeignet sind, und leichtere Reitponytypen. Auf der Insel werden regelmässig Pferdeschauen abgehalten und Kurzstreckenrennen finden praktisch jede Woche statt.
Bunter 5-Gänger
Das Islandpferd hat fünf natürliche Gänge: Schritt, Trab, Galopp, Pass und Tölt. Der Tölt ist ein sehr schneller Viertakt-Rennschritt, während der Pass eine schnelle, weiche Nebengangart ist, die nur über kurze Strecken beibehalten werden kann.
Das Islandpferd ist gewöhnlich kräftig, robust und stämmig, mit einem grossen Kopf, intelligenten Augen, einem kurzen dicken Hals, kräftigen Beinen und einer schweren, dichten Mähne und Stirnlocke. Interessanterweise besitzt es ausserdem ein ausgezeichnetes Sehvermögen und einen verblüffenden Stallinstinkt.
Es erreicht normalerweise ein Stockmass von 1,30 bis 1,37 m und tritt zwar vorwiegend als Schimmel, Falbe oder Fuchs auf, kann jedoch alle Farben haben.
ISLÄNDER

